Unterwegs

[Unterwegs] Highlights in Norwegen

Anfang Juli war ich für zwei Woche mit dem Auto in Norwegen unterwegs. Norwegen stand schon lange auf meiner Reiseliste, die Fjord- und Berglandschaften sind auch einfach zu schön. Den Großteil der Zeit haben wir dann tatsächlich auch mit Wanderungen verbracht, aber auch allein das Fahren auf den Straßen war eine Erfahrung für sich. Nicht nur aufgrund der atemberaubenden Landschaften, sondern auch aufgrund der oft knapp bemessenen Straßenbreite und der Vielzahl an entgegenkommenden breiten Wohnmobilen. Selber fahren möchte ich in Norwegen garantiert nicht. Ich möchte euch kein Reisetagebuch darlegen, aber trotzdem haben mich einige Aussichten so begeistert, dass ich sie mit euch teilen möchte. Daher folgen nun meine persönlichen Highlights aus Norwegen!

(Achtung, Bilderflut Incoming!)

Flåmbahn

Kostenpunkt: 440 kr (etwa 43€)

Flåm liegt direkt am Ende eines Tals an einem Fjord. Das allein sorgt schon dafür, dass man dort bereits wunderschöne Aussichten genießen darf. Aber von dort startet auch die Flåmbahn, einer 20km langen Zugstrecke nach Myrdal hinauf in das Tal, wo man in den Zug nach Oslo oder Bergen umsteigen kann. Diese Strecke wird aber weniger zum Transport sondern tatsächlich hauptsächlich für touristische Zwecke verwendet. Auf der ganzen Strecke wird man mit einer Aussicht nach der anderen belohnt, außerdem gibt es sogar einen Fotostopp an einem Wasserfall, an dem alle aussteigen können. Die Kreuzfahrttouristen in Flåm fahren meist mit der Bahn hoch und direkt wieder runter – gesehen hat man ja trotzdem viel. Eine beliebtere Art diese Strecke zu bereisen ist hingegen das Ausleihen von Fahrrädern. So kann man entspannt mit der Bahn hochfahren lassen und rollt dann entspannt das Tal hinunter. Wir hingegen sind die Strecke gewandert! 20km bergab durch das Tal bis zum Ausgangspunkt der Bahn. Das ging echt wahnsinnig in die Beine und die Sommerhitze hat es nicht gerade vereinfacht. Trotzdem wurden wir mit toller Natur belohnt.

Highlands

Kostenpunkt: Nerven wie Drahtseile auf der Straße

Ich kann beim besten Willen nicht sagen, wie der Ort wirklich hieß. Aber es gibt eine Straße zwischen Flåm und Lærdalsøyri, die vorbei am beliebten Aussichtspunkt Stegastein in die norwegische Hochebene führt. Heute wird die Strecke nicht mehr so oft benutzt wie früher, da vor einigen Jahren der längste Tunnel der Welt, der Lærdal Tunnel, fertiggestellt wurde. Dieser stellt zwar eine große Zeitersparnis dar, aber die Aussichten in den Highland möchte ich trotzdem nicht missen.

Loen Skylift

Kostenpunkt: 505 kr (etwa 49€)

Auch in der Nähe von Stryn wollten wir wieder intensiv Wandern gehen. Erst letztes Jahr ist dort der Loen Skylift fertiggestellt worden, mit dem man in nur wenigen Minuten auf 1.000m Höhe transportiert wird. Von dort gibt es dann mehrere Wanderrouten, die man einschlagen kann. Natürlich kann man auch direkt den Weg selbst auf sich nehmen, sowohl auf Wanderschuhen, als auch über Kletterwege. Aber nach der Wanderung in Flåm waren wir dem eher abgeneigt. So sind wir einige Kilometer auf der Hochebene gewandert und wurden erneut mit grandiosen Aussichten belohnt.

Geiranger Skywalk

Kostenpunkt: Maut 140 kr (etwa 13,50€)

Der Geiranger Fjord ist ein sehr beliebtes Touristenziel, aber bei der Aussicht kein Wunder. Der Geiranger Skywalk stellt auf einer Höhe von 1.500m auch noch den höchsten Punkt dar, von dem man überhaupt einen Fjord direkt sehen kann. Auf den Berg Dalsnibba wurde eine Plattform mit unzähligen Parkplätzen gebaut, von der man die beste Aussicht über den Fjord bekommt. Die Maut ist zwar nicht ganz ohne, aber bei der Aussicht jede Krone wert.

Trollstigen

Kostenpunkt: Nerven wie Drahtseile auf der Straße

Hierbei handelt es sich um einen Straßenabschnitt, bei dem man eine Höhe von 858m hinab bzw. hinauffährt. Die Aussicht ist mal wieder grandios, aber beim Abfahren wird einem doch etwas flau im Magen. Dafür ist die Straße sehr gut ausgebaut, sodass diese Straße zumindest einiges an Gefahrenpotential eingebüßt hat. Oben findet man natürlich vielzählige Aussichtsplattformen und Wanderwege um das Panorama noch besser betrachten zu können.

Kann man machen. Muss man aber nicht.

Die Bücherstadt

Kostenpunkt: Je nach Platz im Gepäck für Bücher

Es ist zwar kein Highlight für mich gewesen, aber als Bücherfan musste ich diesen Ausflug nach Fjærland trotzdem kurz erwähnen. Nachdem ich gehört habe, dass sich unterwegs eine Bücherstadt befindet war es natürlich keine große Frage ob wir den Umweg kurz auf uns nehmen. Es ist zwar keine Stadt, aber dafür ein niedlicher Ort direkt am See, in dem ein Second Hand-Buchladen neben dem anderen stehen. Zum Teil wurden vor einigen Wohnhäusern einfach nur kleine Kabinen aufgebaut, in denen man auf Vertrauensbasis Bücher erstehen konnte. Natürlich war der Großteil auf Norwegisch, aber auch Deutsche und Englische Bücher findet man vereinzelt. Aus meinen bevorzugten Genres sah es eher spärlich aus, daher habe ich auch nur ein Buch mitgenommen. Ich würde nicht sagen, dass dieser Ort unbedingt besucht werden muss, aber wenn man sowieso in der Nähe ist, kann man ruhig mal vorbeischauen.

Natürlich haben wir noch viele weitere Strecken bewandert, haben Gletscher gesehen und wurden auf der Straße von Schafen behindert, aber ich will ja nicht ausschweifen. Norwegen hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn es mir persönlich immer noch zu warm war. Auch muss man sagen, dass die Norweger scheinbar ein ganz anderes Verständnis vom Schwierigkeitsgrad bei Wanderwegen haben als wir. Wir sind zwar nicht ungeübt, aber ein “mittlerer” Wanderweg hat oft über reinste Geröllwege geführt, über die man auf allen vieren kraxeln musste. Das war zum Teil echt nicht ohne und wir haben nicht nur einmal einen Weg abgebrochen, einfach aus Angst am Ende nicht heile wieder unten anzukommen. Es ging aber zum Glück alles gut. Jetzt steht in Norwegen eigentlich nur noch ein To Do auf meiner Liste zum Abhaken – ich muss die Nordlichter gesehen! Irgendwann im Winter werde ich also nochmal dorthin reisen.

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9 Comments

  • Beauty and the Book

    Huhu Anja

    Die Fotos sehen unglaublich schön aus. Da bekommt man direkt Lust, seine festen Schuhe einzupacken und nach Norwegen zu fliegen.
    Aber diese gewundene Straße hätte glaube ich meine Nerven zum reißen gebracht haha

    Liebe Grüße Jenny

    • Anja

      Hallo Jenny,
      vielen Dank 🙂 Die Straßen waren auch nichts für mich, haha! Meine Mutter hat sich die ganze Zeit an ihrem Sitz festgeklammert, aber es ist ja nichts passiert.

      Liebe Grüße
      Anja

  • Nicole

    Wow da sprechen die Bilder echt für sich. Die Aussicht und die Landschaft sind echt ein Traum, da hat sich das wandern gelohnt. Eine Bücherstadt ist aber auch mal was anderes, habe ich jetzt das erste Mal von gehört und hätte mir das deshalb wohl auch mal angeschaut. Schade, dass du dann nur ein Buch gefunden hast, aber sowas ist am Ende ja doch ein Erlebnis das man nicht vergisst.

    • Anja

      Hi Nicole,

      das denke ich auch, eigentlich hätte ich absolut nichts dazu schreiben müssen 😉
      Ich glaube sogar, dass es das Prinzip der Bücherstädte inzwischen auch in Deutschland irgendwo gibt… Habe aber vorher auch noch nie etwas davon gehört. Ach, eigentlich ist es nicht so schlecht, dass ich nur ein Buch mitgenommen habe. Hab ja noch genug, haha!

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