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[Book Chat] In Short – Der Geheime Zirkel, The Seven Sisters, Silber 3

Nachdem ich die letzten Monate wirklich sehr viele Highlights gelesen habe, musste ich früher oder später auch mal wieder enttäuscht werden. Aber das ist auch in Ordnung, ich hatte schon Angst die Bücher allgemein viel zu gut zu bewerten. Mit Der Geheime Zirkel habe ich der Autorin Libba Bray eine Chance gegeben, mit den Seven Sisters habe ich mich auf Zeitreise nach Brasilien begeben und mit Silber: Das dritte Buch der Träume habe ich den letzten Teil der Trilogie von Kerstin Gier gelesen. Und leider haben mir nicht alle davon gefallen.

Der Geheime Zirkel: Gemmas Visionen – Libba Bray

England, 1895: Die 16-jährige Gemma wird auf einem Internat für höhere Töchter, der ›Spence-Akademie‹, zur heiratsfähigen jungen Dame erzogen. Hier sollen ihr die Aufsässigkeit und sonstiges unziemliches Betragen ausgetrieben werden. Gemeinsam mit drei anderen Mädchen gründet Gemma, den strengen Regeln der Akademie zum Trotz, einen geheimen Zirkel. Das neu entstandene Kleeblatt Felicity, Pippa, Gemma und Ann trifft sich heimlich nachts, um dem Schulalltag zu entkommen, verbotenen Alkohol zu probieren und über Übersinnliches zu spekulieren. Dann entdeckt Gemma das Tagebuch eines Mädchens, das 20 Jahre zuvor auch Schülerin von Spence war. Die Lektüre elektrisiert sie: Die Verfasserin hatte Visionen von einem herrlichen Reich, das sie durch eine Art Portal betreten konnte. Hin- und hergerissen dazwischen, ihre Macht zu ergründen und sie zu verdrängen, weiht Gemma ihre Freundinnen ein. Die sind natürlich Feuer und Flamme. Bei einer »spiritistischen« Sitzung passiert es dann: Gemma sieht die Lichttür und tritt mit ihren Freundinnen in das fantastische Reich über. Überwältigt vom Gefühl der grenzenlosen Freiheit geben sich die Mädchen allerlei magischen Spielereien hin, denn dort lassen sich die kühnsten Träume realisieren. Doch bald schon erkennen sie, dass das magische Reich bedroht ist. Eine schreckliche Macht namens Circe will die Magie des Ortes für sich besitzen … (Quelle)

Von Libby Bray habe ich bisher noch kein Buch gelesen, auch wenn ihre Reihe um The Diviners sehr beliebt zu sein scheint. Auf reBuy hatte ich mal recht spontan ihre Vorgängerreihe in den Warenkorb gepackt. Es ist etwas schwierig dieses Buch zu klassifizieren – ist es ein historischer Roman mit paranormalen Zügen? Oder kann man es doch schon im Fantasy-Bereich einordnen? So oder so, es gab einen sehr interessanten magischen Aspekt, der die ganze Geschichte ins Rollen bringt. Das hat das Buch leider nicht wirklich gerettet, denn ich hatte ganz große Probleme mit dem historischen Setting und den Charakteren im Buch. Kein einziger der Hauptcharaktere war wirklich sympathisch und ihre gebildete „Freundschaft“ kann ich dem Buch einfach nicht abnehmen. Die Mädchen sind gemein zueinander, vertrauen sich nicht und machen sich auch gegenseitig nieder. Vor allem bei einem der Mädchen wird immer wieder betont, dass sie keine Schönheit ist und alle stimmen zu statt sie aufzubauen. So richtig scheint sich keiner zu mögen, auch wenn sie im Laufe des Buches als gute Freunde präsentiert werden. Allgemein hatte ich auch ein großes Problem mit der Darstellung der Rolle der Frau. Mir ist bewusst, dass damals alles noch etwas anders war, aber mir war es persönlich doch etwas zu viel. Ich werde die Reihe nicht weiterlesen, denn ich habe mir schon mal die Reviews der Folgebände durchgelesen und besser zu werden scheint es zumindest nicht. Die Zeit nutze ich dann doch lieber anders.

Meine Bewertung

Erhältlich: Amazon

 

The Seven Sisters – Lucinda Riley

Maia D’Aplièse and her five sisters gather together at their childhood home, ‘Atlantis’ – a fabulous, secluded castle situated on the shores of Lake Geneva – having been told that their beloved father, the elusive billionaire they call Pa Salt, has died. Maia and her sisters were all adopted by him as babies and, discovering he has already been buried at sea, each of them is handed a tantalising clue to their true heritage – a clue which takes Maia across the world to a crumbling mansion in Rio de Janeiro in Brazil. Once there, she begins to put together the pieces of where her story began . . .

Eighty years earlier, in the Belle Epoque of Rio, 1927, Izabela Bonifacio’s father has aspirations for his daughter to marry into aristocracy. Meanwhile, architect Heitor da Silva Costa is working on a statue, to be called Christ the Redeemer, and will soon travel to Paris to find the right sculptor to complete his vision. Izabela – passionate and longing to see the world – convinces her father to allow her to accompany him and his family to Europe before she is married. There, at Paul Landowski’s studio and in the heady, vibrant cafés of Montparnasse, she meets ambitious young sculptor Laurent Brouilly, and knows at once that her life will never be the same again.

(Quelle)

Lucinda Riley hat ja immer eine ganz besondere Vorliebe in ihren Büchern die Gegenwart und Geschehnisse aus der Vergangenheit geschickt mit einander zu verknüpfen. So auch in The Seven Sisters, aus denen gleich mehrere Bänder werden, wobei jeder Band sich auf eine Schwester konzentriert, die sich auf die Suche nach ihrer Herkunft macht. Im ersten Band folgen wir somit der Protagonistin nach Brasilien, wo wir die Geschichte über ihre Vorfahren lernen.

Das Buch hat doch etwas Zeit gebraucht um in Fahrt zu kommen und hatte auch dann hin und wieder ein paar Längen, was sich aber immer recht schnell wieder gelegt hat. Das lag unter anderem auch daran, dass man im Prinzip in zwei Geschichten reinkommen musste – in der Gegenwart begleitet man Maia auf der Suche nach Hinweisen um ihre Vergangenheit, in der Vergangenheit geht es um Izabela, die den Normen entsprechend kurz nach ihrem 18. Geburtstag verheiratet werden soll. Ihr Verlobter lässt sie vor der Hochzeit jedoch noch eine Reise nach Europa antreten. In Paris trifft sie dann, wie sollte es auch anders sein, Laurent, der ihr Herz höher rasen lässt. Izabela ist nun hin und hergerissen zwischen ihren Verpflichtungen in Brasilien ihrer Familie und ihrem Verlobten gegenüber und ihrem Herzen.

Lucinda Riley schafft es immer wieder einen an das Buch zu fesseln, jedoch gab es eine Kleinigkeit, die mich etwas gestört hat. Diese Kleinigkeit hat mit einer der Beziehungen der beiden Hauptcharaktere zu tun, denn auch wenn ich die beiden sehr mochte, kam es mir bei Izabela doch etwas wie Insta-Love vor. Und das mag ich einfach überhaupt nicht! Aber vielleicht ging das auch nur mir so. Trotz allem werde ich die Reihe auf jeden Fall weiterlesen, denn ich möchte unbedingt wissen wo die anderen Schwestern ihren Ursprung haben und wie sich das alles am Ende zusammenfügt.

Meine Bewertung

Erhältlich: Amazon

 

Silber: Das dritte Buch der Träume – Kerstin Gier

Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann. Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut.
Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden …

(Quelle)

Mit dem Abschlussband habe ich mir beim Hörbuch etwas mehr Zeit gelassen, als bei den Vorgängerbänden. Der dritte Band bietet ein unterhaltsames Finale, dass mich auf meinem Arbeitsweg und beim Laufen sehr gut beschäftigt hat. Jedoch muss ich sagen, dass ich die Geschichte in Buchform wohl nicht ganz so genoßen hätte. Es gab Themen, bei denen ich doch etwas den Kopf schütteln musste (SPOILER!) – Arthur gibt offen zu sie umbringen zu wollen und sie macht sich Gedanken darum einen imaginären ersten Freund erfunden zu haben, mit dem sie bereits Sex hatte um nicht von Henry bemitleidet zu werden? Ernsthaft? Auch mit Arthur hatte ich ein ganz großes Problem, denn in meinen Augen ist die Silber-Reihe immer noch ein Jugendbuch. Aber Arthur finde ich mit seinen Plänen fast schon zu extrem – er ist ein verdammter Teenager und redet offen darum Leute umzubringen und Leben zu zerstören, nur um seine alten Freunde zurückzuerlangen. Das finde ich doch etwas sehr krank und macht für mich auch keinen vielschichtigen Bösewicht aus. Als Hörbuch fand ich es trotzdem ganz unterhaltsam, jedoch sind am Ende noch einige Sachen offen geblieben, die mir den Anschein gaben, als würde Kerstin Gier sich das selber nicht richtig überlegt haben. Was hat es denn nun mit der Traumwelt auf sich? Und wie genau konnte Arthur denn die Leute jetzt kontrollieren? Ich frage mich, ob die Autorin da selbst eine Antwort drauf hat.

Meine Bewertung

Erhältlich: Amazon

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