Montagsfrage

[Montagsfrage] Wie heißt das Non-Fiktion-Buch, das du zuletzt gelesen hast? (und: Wie ich Ewan McGregor begegnet bin.)

Nachdem ich die letzten paar Montagsfragen von Buchfresserchen ausgesetzt habe und auch bei diesem Thema mir im ersten Moment nichts eingefallen ist, habe ich dann doch noch etwas gefunden, als ich etwas weiter zurückgedacht habe. Und dabei ist mir dann gleich noch eine Anekdote eingefallen, die ich gerne mit euch teilen möchte!

Wie heißt das Non-Fiktion-Buch, das du zuletzt gelesen hast oder als nächstes lesen willst?


In den letzten 3-4 Jahren dürfte ich keine Non-Fiction abgesehen von Lehrbüchern gelesen haben. Etwas weiter zurückgedacht, ist mir dann Long Way Round von Ewan McGregor und Charlie Boorman eingefallen. Ja, DER Ewan McGregor. Die beiden haben bereits mehrere größere Motoradtouren unternehmen, die auch auf DVD festgehalten wurden. Das Buch dazu hatte ich mal spontan im Angebot mitgenommen. Auf Netflix in England kann man sich die Serie dazu übrigens auch anschauen, aber ich glaube im deutschen Netflix fehlt diese leider…

Klappentext

Zwei Männer, zwei Motorräder, 20 000 Meilen. Ewan McGregor, weltbekannt aus »Star Wars«, »Trainspotting« und »Moulin Rouge«, und sein Freund und Kollege Charley Boorman verbindet nicht nur eine enge Freundschaft, sondern auch eine tiefe Leidenschaft für Motorräder und das Extreme. Gemeinsam verwirklichen sie einen alten Traum: einmal mit dem Motorrad um die Welt fahren, von London durch ganz Europa und Asien, rüber nach Kanada und weiter nach New York – ein wilder Ritt durch großartige Landschaften und extremes Wetter, mit anrührenden Begegnungen und heiklen Situationen. (Quelle)

Ich gestehe – ich bin nur auf dieses Buch aufmerksam geworden, weil vorne Ewan McGregor draufsteht. Ich habe das Buch im Endeffekt zwar nicht NUR weg ihm gekauft, aber er hatte schon einen ganz großen Anteil daran. Ich bin aber immer mal wieder im Reisefieber, was meist kurz vor oder nach einem meiner längeren Auslandsaufenthalte der Fall war. Dann habe ich auch aktiv nach interessanten Weltreiseberichten Ausschau gehalten. Das Buch selbst haben die beiden Autoren aus wechselnder Perspektive geschrieben und dabei ihre Route von London über Asien nach New York dargestellt. Was ich auch sehr interessant fand, war die Vorbereitung auf die Reise und damit verbundenen Herausforderungen. Man muss bedenken, dass die Reise schon ein paar Jährchen her ist, als die politische Lage und auch die Straßenbedingungen in vielen asiatischen Ländern noch herausfordernder war als heute. Damals war es noch nicht so einfach für jedes Land ein Visum und eine Durchfahrerlaubnis bekommen. Vor allem viele Länder in Zentralasien hatten da Probleme gemacht. Auch war damals noch nicht alles über das Internet zu lösen, wie es heute meistens der Fall ist.

Aber auch die eigentliche Reise hatte so einige kuriose Ereignisse und Begegnungen parat, auf die man sich einstellen kann. Vor allem in Gegenden, wo die Einwohner kein Englisch gesprochen haben, mussten sich die beiden immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Das Buch war keineswegs ein literarisches Meisterwerk, aber ich fand es doch wirklich gut, zumindest so weit ich mich daran erinnern kann. Wie gesagt ist es inzwischen schon eine ganze Weile her, dass ich es gelesen habe. Bestimmt so fast 5 Jahre?

Wo ich nun schon Ewan McGregor angesprochen habe, will ich die Gelegenheit einmal nutzen einmal etwas weiter auszuschweifen, auch wenn es nicht viel mit seinem Buch zu tun hat. Den finde ich als Schauspieler ja unglaublich toll, nicht nur aufgrund von Star Wars, und ich hatte vor 1,5 Jahren eine recht witzige Begegnung mit ihm. Ich war mit meiner Familie im Urlaub in Schottland und sind durch Edinburgh gelaufen. Wir sind da einfach nichtsahnend spazieren gewesen, da haben sich die Menschenmassen verdichtet. Uns kam eine kleine Menschengruppe von 5 Leuten entgegen, bei der die vorderste Person laut gebeten hat, doch bitte Platz zu machen. In deren Mitte stand jemand, der mir sehr bekannt vorkam, mir ist aber im ersten Moment nicht eingefallen wie ich ihn einordnen sollte. Wir sind weitergelaufen und auf einmal standen ganz viele Kameras vor uns. Wir sind auf ein Filmset gelaufen!

Ich habe mich den anderen Schaulustigen erkundigt, die mich aufgeklärt haben: Ewan McGrgor hat an dem Tag einige Szenen für Trainspotting 2 in Edinburgh gedreht. In der Szene steigt er aus einem Bus und rennt dann den Gehweg hinunter. Um die Szene möglichst natürlich zu machen, wird dieser Gehweg auch von einer Seite nicht abgesperrt, warum wir da auch durchlaufen konnten. Wir mussten uns dann natürlich gleich einen guten Platz zwischen den anderen hunderten Schaulustigen suchen, von dem wir einen guten Blick auf die Szene bekommen. Im Prinzip standen wir dann da noch eine Viertelstunde, nur um ihn noch einmal die Straße entlanglaufen zu sehen, aber diese Gelegenheit muss man ja mal nutzen! Es ist jetzt die spektakuärste Begegnung, aber wenn man es mal so hindreht “Ich wäre fast mit Ewan McGregor in Trainspotting 2 gelandet” , dann hat die Geschichte doch wieder einen ganz witzigen Klang. (Übrigens habe ich den Film bis heute nicht gesehen… Was aber nur daran liegt, dass ich den ersten Teil auch nicht gesehen habe.)

Was ist euer letztes Non-Fiction-Buch gewesen? Und hattet ihr auch mal so ein “Star”-Erlebnis?

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6 Comments

  • laberladen

    Ich hab mir irgendwann sogar die DVDs von Long Way Round und Long Way Down (da fährt er mit seinem Kumpel von Schottland nach Kapstadt) gekauft, weil eine Freundin so sehr davon schwärmte. Und ich hab mir die inzwischen mehrmals angesehen. Die sind wirklich spannend und sehr unterhaltsam, weil da tatsächlich Land und Leute porträtiert werden. Wenn ich aber bedenke, wie körperlich anstrengend das wohl war und welche Strapazen sie trotz eines (wahrscheinlich) großen Budgets und Begleitfahrzeugen usw. durchmachen mussten, bin ich sehr froh, das vom bequemen Sofa aus verfolgen zu dürfen. Ich selbst würde so eine Reise wahrscheinlich nicht machen wollen.

    Wie schade, dass Du es nicht als zufälliger Statist in den Film geschafft hast 🙂

    LG Gabi

    • Anja

      Long Way Down gab es damals tatsächlich nicht auf Netflix, aber das hätte ich mir auch gerne nochmal angeschaut! Lief es denn auf der zweiten Route schon etwas problemfreier, nachdem sie schon die ganze Erfahrung bei der ersten Tour gesammelt haben? Wobei sie da wahrscheinlich noch ganz neue Herausforderungen gehabt haben werden, kann ich mir vorstellen…
      Da bin ich ganz deiner Meinung, ich reise zwar unglaublich gerne, aber so eine Reise auf dem Motorrad wäre mir doch etwas zu viel. Aber Respekt, dass sie das geschafft haben – sogar mehrmals!

      Ja, ich ärgere mich auch hin und wieder, dass ich doch etwas den falschen Zeitpunkt erwischt habe 😉

      Liebe Grüße
      Anja

      • laberladen

        Hallo Anja,
        man hätte denken können, dass es mit der vorhergehenden Erfahrung dann besser hätte laufen müssen. Aber da war dann komplett anderes Gelände und ich kann mich an Stürze und Probleme mit dem Motorrädern erinnern.
        Dann war auch für ein Stück der Reise Ewan McGregors Frau mit dabei, die selbst fahren wollte und auf die dann immer Rücksicht genommen werden musste, weil sie zumindest am Anfang überhaupt nicht mithalten konnte. Ich hatte auch so das Gefühl, sie hat diesen “Männertrip” mit ihrer Anwesenheit gestört, weil dann doch einer eine Aktion des “Ehepaar McGregor” daraus wurde.

        Insgesamt fand ich aber auch diesen Trip sehenswert und spannend.

        LG Gabi

        • Anja

          Hallo Gabi,
          hm, dann werden sie dann doch hoffentlich zumindest bei den Visa besser vorbereitet gewesen sein 😉 Das mit der Frau finde ich dann doch etwas schade, wenn sie nicht einmal mithalten kann. Aber immerhin war es ja dann nicht für die ganze Reise. Bei Gelegenheit werde ich auf jeden Fall auch mal in diese Reise reinschauen, vielleicht zieht unser deutsches Netflix ja mal nach!

          Liebe Grüße
          Anja

    • Anja

      Hi Elli,

      ich selbst kann kein Motorrad fahren, wobei ich durchaus mal drüber nachgedacht habe. Aber ich fahre trotz Führerscheins nicht einmal gerne mit einem Auto… Aber Motorradreisen finde ich durchaus interessant, auch wenn es für mich eher weniger in Frage kommt!
      Ich glaube die Darstellungen kann ich ganz gut ab, nur irgendwie kam ich trotzdem noch nicht dazu den Film zu sehen… Aber super, dass er dir gefallen hat 🙂

      Liebe Grüße
      Anja

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