Coververgleich

[Coververgleich] DE – US – JP #1: Harry Potter, Percy Jackson, Rubinrot

Auf YouTube bin ich des Öfteren auf das Format des Coververgleichs gestoßen, bei dem die Cover verschiedener Bücher aus mehreren Ländern zusammengesucht und verglichen werden. Ich selber schaue mir diese auch ganz gerne an, jedoch ist mir aufgefallen, dass es meistens nur um die Unterschiede zwischen USA und UK geht, deren Unterschiede ich meist so schon mitbekommen habe. Ganz selten habe ich auch mal Vergleiche zu verschiedenen europäischen Ländern gesehen. Gar nicht gesehen habe ich bisher dieses Format mit den japanischen Covern, daher dachte ich mal ich nutze meine letzten übrig gebliebenen Japanischkenntnisse und mache mich auf die Suche nach den japanischen Editionen verschiedener Bücher zum Vergleich. Sehr viele von den Covern haben ein Cover im Mangastil spendiert bekommen, aber ich fange erstmal bei einigen gut bekannten Reihen an.

Harry Potter und der Stein der Weisen – J. K. Rowling

Inzwischen gibt es ja zu den Harry Potter-Büchern dutzende verschiedene Cover, ich habe mir jedoch die Originalcover herausgesucht. Ich persönlich war nie großer Fan des Zeichenstils der ersten deutschen Editionen, aber damit bin ich nun mal aufgewachsen und es ist die Version, die mir auf ewig am vertrautesten sein wird.
Das Erste das mir auf der amerikanischen Version auffällt ist natürlich der Namenswechsel zu „Sorcerer’s Stone“, da man mit dem Begriff „Philosopher’s“ nicht viel anfangen konnte bzw. dieser wohl zu viel Verwirrung hervorgerufen hätte. Ansonsten greift das Cover die meisten Aspekte auf dem Buch wieder auf – zum einen Quidditch, aber auf Fluffy, Hogwarts und den verbotenen Wald.
Das erste Harry Potter-Cover in Japan könnte so auch jedem anderen Zauberer-Buch entsprungen sein. Bis auf Hedwig sehe ich keinen Aspekt, der auf irgendeine Art und Weise direkt die Story von Harry Potter aufgreifen würde. Selbst der riesige Drache kommt mir sehr fehl am Platz vor.
Um ganz ehrlich zu sein hätte mich heute wohl kein einziges dieser Cover dazu bewegt, es im Buchladen in die Hand zu nehmen, zumindest aus heutiger Sicht. Aber heute hat man ja auch die große Auswahl an verschiedenen Covern, da ist für jeden etwas dabei. Ich muss mir auf jeden Fall bei Gelegenheit die Neuauflagen aus UK holen, die ist ein Traum!
Mein Favorit: Deutschland (rein aufgrund des Nostalgie-Faktors)

Percy Jackson: Diebe im Olymp – Rick Riordan

Auch zu Percy Jackson gibt es inzwischen eine Vielzahl an Editionen, aber auch hier habe ich versucht mich auf die ursprünglichen Cover zu beschränken. Während alle Versionen Percy mit dem Schwert darstellen, legt jede Version im Hintergrund den Fokus auf ein anderes Thema – in Deutschland ist das die Verbindung zu den Göttern, in den USA hingegen ist es die Verbindung zur Herkunft seines Vaters und dem Ziel seiner Reise.
In Japan wird im Hintergrund noch ein ganz anderer Aspekt angesprochen, nämlich die anderen Halbgötter aus dem Camp. Zumindest ist das meine Vermutung, wer die Gestalten im Hintergrund sein sollen. Ich mag eigentlich sehr abstrakte Zeichenstile auf Buchcovern, aber irgendwie spricht mich dieses nicht an. Für ein Jugendbuch ist es doch sehr düster geraten.
Mein Favorit: Deutschland

Rubinrot – Kerstin Gier

Auch deutsche Bücher schaffen es immer mal wieder nach Übersee, sowohl in dem Westen, als auch in den Osten. So geschehen auch mit den Büchern von Kerstin Gier! Den Stil des deutschen Covers von Rubinrot mit den Silhouetten finde ich zwar interessant gelöst, jedoch bin ich absolut kein Fan von rosa und was genau sind die Wesen am Rand? Ich glaube meine Erinnerung an das Buch weist kleine Lücken auf, denn ich kann mich absolut nicht an eine Verbindung zum Inhalt erinnern. (Klärt mich aber bitte auf, wenn ich mich täusche!)
In den USA gibt es zwei Editionen, einmal die oben dargestellt und eine andere, in der das Mädchen aus dem Ornament ganz groß über das Cover prangt. Wenn Menschen das gesamte Cover einnehmen, hat es in meiner Beliebtheitsskala eigentlich keine Chance. Das dargestellt Cover gefällt mir mit den Ornamenten ganz gut, aber gleichzeitig hat man auch das Gefühl diese Ornamente schon tausend Mal gesehen zu haben.
Das japanische Cover kann man auf dem ersten Blick mit dem Mangastil auch wirklich mal als Japanisch erkennen, das ist das erste Buch in dieser Liste in der Art. Hier gibt es eigentlich nur eine kleine Sache, die mir an diesem Cover nicht so gut gefällt – die Augen mit der intensiven Farbe lassen das Buch fast wie einen Vampirroman erscheinen. Geht das hier noch einem so? Nichtsdestotrotz liebe ich es, wie der Roman in diesem Zeichenstil festgehalten wurde, deswegen ist das klar mein Favorit.
Mein Favorit: Japan
Welche Cover sind eure Favoriten?

Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Verlag.

Loading Likes...

5 Comments

  • beautyandthebook26

    Huhu 😀

    Was für eine geniale Beitragsidee. Das die Cover sich ziemlich oft vom englischen ins deutsche unterscheiden ist ja eigentlich oft der Fall, in manchem Fällen muss man echt sagen ” LEIDER”. Zum Teil gefallen mir die englischen Cover viel viel besser. Bestes bespiel, ” Ever the hunted” von Erin Summerill, im deutschen ” Auf immer gejagt”, da gefällt mir das englische Cover um längen besser haha

    Bei den Harry Potter Covern musste ich grade leicht schmunzeln haha
    Das japanische Cover sieht wirklich witzig aus…..ich hab das weiße erst gar nicht als Eule registriert, sondern als Geist xD
    Das könnte auch durchaus das Cover zu “kleinen Hexe” sein haha

    Liebe Grüße Jenny

    • Anja

      Hallo Jenny,
      vielen Dank, es soll auf jeden Fall auch eine Beitragsreihe werden 🙂
      Bei den deutschen Covern muss ich dir auf jeden Fall recht geben, da ist es oft sehr schade, dass die englischen nicht übernommen werden… Aber ein paar Ausnahmen gibt es da auch – die englischen Cover von Jennifer L. Armentrouts Lux-Reihe sind zum Beispiel absolut grauenvoll! Die deutschen Editionen sind da aktuell meiner Meinung nach wirklich die schönsten auf dem Markt. Auch das gibt es 😉

      Ich dachte ehrlich gesagt auch zuerst an die “Kleine Hexe” bei dem Cover xD Das geht auf jeden Fall besser!

      Liebe Grüße
      Anja

  • Sara

    Hey Anja,

    die Idee mit dem Vergleich zu den japanischen Covern finde ich super 🙂
    Vor allem bei Rubinrot kann ich mich dir nur anschließen die japanische Ausgabe sieht echt besser aus. Ich habe auch ganz lange davor zurückgeschreckt, Rubinrot zu lesen, weil ich die deutsche Ausgabe sehr kindisch fand und dachte der Inhalt wäre nichts für mich. Und dein Eindruck trügt dich nicht, die Wesen am Rand haben absolut nichts mit dem Inhalt zu tun 😉
    Bei Harry Potter gefallen mir die deutschen Cover auch am besten, neben nostalgischen Gründen haben mir aber die Zeichnungen schon immer gefallen^^

    Liebe Grüße,
    Sara

    • Anja

      Hi Sara,
      vielen Dank 🙂
      Bei dem “kindisch” stimme ich dir voll zu, aber da es ja doch eher an die jüngere Zielgruppe gerichtet ist, will ich mich da gar nicht groß beschweren. Dann hat mich mein Erinnerungsvermögen ja zum Glück doch nicht im Stich gelassen 😉
      Ich war damals wohl einfach nur zu großer Manga-Fan, dass ich den Zeichenstil von Harry Potter nicht so mochte. Aber zumindest ist der so charakteristisch, dass man die Bücher immer wieder erkennt und das ist ja auch wichtig. 🙂

      Liebe Grüße
      Anja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.