[Book Chat] Otherworld – Jason Segel & Kirsten Miller

Jason Segel mag den meisten nur als Marshall aus How I Met your Mother bekannt sein, aber Otherworld ist nicht sein erstes Buch. Mit seiner Co-Autorin Kirsten Miller hat er bereits mehrere Jugendbücher verfasst, wobei Otherworld das erste für Young Adults ist. Und da es vom Setting her sehr an Ready Player One erinnert, musste es praktisch bei mir einziehen. Und dass es in der November LitJoy enthalten war, hat das Ganze nur noch vereinfacht!

Klappentext

The company says Otherworld is amazing—like nothing you’ve ever seen before. They say it’s addictive—that you’ll want to stay forever. They promise Otherworld will make all your dreams come true.

Simon thought Otherworld was a game. Turns out he knew nothing. Otherworld is the next phase of reality. It’s everything you’ve ever wanted.

And it’s about to change humanity forever.
Welcome to the Otherworld. No one could have seen it coming. (Quelle)

Otherworld ist das neue VR-Erlebnis entwickelt von der „Company“, die einen Beta-Test gestartet haben. Der Protagonist Simon hat sich zwei Plätze dafür gesichert – einen für sich selbst und einen für seine Jugendliebe Kat, um mit ihr sprechen zu können. Diese stößt ihn seit einiger Zeit weg und Simon setzt sich zum Ziel sie zu beschützen und herauszufinden woran das liegt. Dann passiert ein Unfall, durch Kat mit dem Locked-in-Syndrom diagnostiziert wird, bei dem die Patienten nicht aufwachen zu sein scheinen. Dadurch wird sie zu einem Test ausgewählt, der den Opfern dieser Krankheit helfen soll eine neue Art von Leben in der „White City“ zu führen. Simon glaubt nicht ganz an diese Methode des neuen Lebens und entdeckt, dass Kat nicht ganz in ihrem „Locked-in-Syndrom feststeckt, wie die Ärzte es ihm weismachen wollen. Die „White City“ wurde mit Otherworld verbunden und Simon macht sich auf in die digitale Welt um Kat zu retten, wobei er noch viele weitere Ungereimtheiten über Otherworld und die „Company“ entdeckt.

Mit Simon bin ich die ganze Story über nicht so ganz warm geworden. Man begegnet ihm als sehr unsympathischen Teenager, der sich absichtlich problematisch anstellt. Besonders anfangs hatte ich eher gemischte Gefühle ihm gegenüber, da mir sein aufdringliches Verhalten Kat gegenüber fast krankhaft, wenn nicht sogar stalkerhaft, erschien. Es ist eine Sache sich um seine Liebe zu sorgen, es ist eine andere sie mit einem Hacker im Internet auszuspionieren und andere Leute zu blackmailen, damit sie sie in Ruhe lassen. Die Sache hat sich glücklicherweise recht schnell aufgelöst, aber es hat doch einen recht negativen Eindruck vom Protagonisten hinterlassen.

Die Story spielt sich abwechselnd in der realen Welt und in Otherworld ab. Während Simon in Otherworld versucht Kat zu finden und mit den Gefährten den Ausgang zu erreichen, versucht er in der realen Welt das Geheimnis um die „Company“ zu enthüllen und seine Freunde auch dort zu retten. Die Abwechslung der Settings schafft viel Dynamik in der Story und ein Ereignis folgt dem nächsten. Langeweile kommt auf jeden Fall nicht auf und die Geheimnisse um die Company und Otherworld lassen einen das Buch nicht aus der Hand legen. Besonders die Welt von Otherworld geht eine interessante Entwicklung durch. Dabei wird auch eine weitere Problematik angesprochen, die einen zum Nachdenken anregen soll – was macht unsere Welt zur „realen Welt“? Ab wann ist etwas „real“? Ist etwas nicht real, nur weil es von jemandem erschaffen wurde?

Ein Klischee was mir in Otherworld recht negativ aufgefallen ist, ist das der „bösen Eltern“. Kennt ihr das, dass die Eltern in Jugendbüchern sehr oft als rein böse Charaktere dargestellt werden? Sie verstehen und unterstützen die Kinder nicht, und scheinen immer das Schlechteste für die Kinder zu wollen. Dieses Klischee ist mir oft etwas zu pubertär. So ist es leider auch in diesem Buch, nur dass Simon nicht einmal versucht mit seinen Eltern klarzukommen. Sie werden als die reichen und verständnislosen Eltern dargestellt. Vielleicht werde ich für manche Klischees auch einfach zu alt, dass ich sie nicht mehr lesen möchte.

Mir blieben noch ein paar offene Fragen zu Ereignissen in diesem Band, bei denen ich mir nicht ganz sicher bin, ob sie im nächsten Teil noch thematisiert werden. Der erste Band endet auf einem Cliffhanger und bietet eine spannende Ausgangsposition für die Fortsetzung. Auch wenn ich ein paar Probleme mit dem Protagonisten und einigen Klischees hatte und das Buch insgesamt nicht allzu viel neue und innovative Aspekte zeigt, die noch nicht in ähnlichen Büchern angesprochen wurde, hat es doch eine interessante Welt und ist einfach ein unterhaltsames Buch, das mir viel Spaß bereitet hat.

Meine Wertung

Erhältlich: Amazon

5 comments / Add your comment below

    1. Das ist es auf jeden Fall 🙂 Ich empfand das Englisch als nicht übermäßig schwierig, es ist ja auch für junge Leute geschrieben. Auf Amazon kannst du ja auch ein paar Seiten in das Buch blättern und austesten wie dir das Englisch liegt.

      Liebe Grüße
      Anja

    1. Da hast du schon Recht, Züge von SAO hat es auf jeden Fall 😀 Wobei ich da nicht viel gesehen habe, deswegen habe ich nicht unbedingt an SAO, sondern eher an Ready Player One gedacht. Ich mag aber auch das Prinzip an sich in die digitale Welt eines Videogames gezogen zu werden, wenn du also SAO magst, ist das vielleicht auch was für dich 🙂

      Gerne und danke für deinen Kommentar!

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