[Jahresrückblick] Mein Spielejahr 2017

Seit ich wieder mehr lese bleiben meine Konsolen sehr oft links liegen. 2017 habe ich wieder mehr Spiele beenden können, als die letzten beiden Jahre zusammen. Das liegt auch daran, dass ich mir Ende 2016 endlich eine Playstation 4 gekauft habe und ich die Chance hatte so einiges nachzuholen. Da ich immer noch nicht nicht genügend Spiele beendet habe um eine vernünftige Top und Flop-Liste zusammenzustellen, werde ich einfach mal durch mein gesamtes Spielejahr gehen. Insgesamt habe ich 13 Spiele beenden können. Genretechnisch war das Jahr sehr Adventure/Visual Novel-lastig, da ich gleich sechs Spiele in dieser Richtung gespielt habe. Vier weitere Spiele waren JRPGs. Somit sind gerade mal drei der Spiele aus anderen Genres. Im Großen und Ganzen stellt dies meinen Spielegeschmack ganz gut dar.

Der Puppenspieler

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Dieses Spiel geisterte noch unbeendet auf meiner Playstation 3 rum und Anfang des Jahres musste ich mir dann doch einmal ans Herz fassen und es zu Ende spielen.
Der Puppenspieler ist ein einzigartiges Jump’n’Run, das als Theaterstück aufgemacht ist. Das bedeutet, man springt in der Welt von einem Bühnenbild zum anderen und ein Erzähler führt theatralisch durch das Spiel während das Publikum mitlacht oder mitfiebert. Man selbst spielt Kutaro, einen in eine Puppe verwandelten Jungen mit einer magischen Schere zur Waffe, auf seiner Mission durch das Mondbärenreich zu reisen und seine wahre Gestalt zurückzuerlangen. Mit der Schere muss man sich nicht nur gegen die Gegner verteidigen, sondern bewegt sich auch durch das Schneiden von Stoffen, Ranken o.ä. in der Welt voran. Das Konzept allein ist auf jeden Fall einen Blick wert und ein kurzweiliger Spielspaß garantiert. Für Komplettierer ist auch mehr als genügend Bonus-Material zu finden, das einen noch viele weitere Stunden an das Spiel fesselt.
Leider ging das Spiel auf dem Markt etwas unter und war kein besonders großer Erfolg – dabei ist das Spiel so schön gemacht! Da es nun wirklich nicht mehr viel kostet, schaut gerne einmal rein.

World of Final Fantasy

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Auf den ersten Blick mag das Spiel sehr kindisch wirken, aber wenn man das Spiel ohne Erwartungen einfach auf sich zukommen lässt, dann darf man sich durchaus auf ein sehr unterhaltsames Spieleerlebnis einstellen. Der Wechsel der Hauptcharaktere zwischen „Normalgröße“ und Chibi-Form, den ganzen Auftritten der bekannten Final Fantasy-Charaktere und der Aspekt des Monstersammelns geben dem Spiel eine ganz einzigartige Note. Vom Aussehen her sollte man sich deswegen auf keinen Fall abschrecken lassen. Eine meiner positiven Überraschungen dieses Jahr!

Final Fantasy Type-0

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Dieses Spiel war ja sehr lange in der deutschen Community erwartet weil es damals nur in Japan für die PSP erschien. Dann überraschte Square Enix mit einer Portierung für die Playstation 4 und einer Anpassung des Schwierigkeitsgrades. Ich erinnere mich noch an 2013/2014 als ich selber in Japan gelebt habe und auch dieses Spiel gekauft hatte – ehrlich gesagt bin ich damals nicht einmal über das Tutorial hinausgekommen. Das mag zum einen an der Sprachbarriere gehangen haben, aber der Schwierigkeitsgrad war wirklich hoch! Als ich mir dann Ende 2016 die Playstation 4 gekauft habe, habe ich dieses Spiel gleich mitgenommen. Und ich muss ehrlich sagen, dass sich die ganzen Jahre der Warterei absolut nicht gelohnt haben. Die Gruppe war so groß, dass man keine Verbindung zu den Charakteren herstellen konnte, die Story war eine reine Kriegsgeschichte (und ich habe ja bereits bei Final Fantasy XII geschrieben was ich für ein Problem mit politischen Stories habe) und die ganze Geschichte endet sehr unzufriedenstellend. Ich habe das Spiel nur einmal beendet, aber um nur annähernd ein gutes Ende zu bekommen, ist man leider gezwungen das Spiel mehrmals zu spielen. Das Spielsystem hat mir aber leider absolut keine Motivation dafür gemacht.

Mirror’s Edge

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Das Originalspiel gibt es ja inzwischen für wirklich wenig Geld gebraucht zu kaufen, aus dem Grund habe ich auch mal zugegriffen. Es bietet kurzweiligen Spielspass, in dem man sich mit Parkour über die Dächer einer fiktiven Stadt bewegt.

Danganronpa 2: Goodbye Despair

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Danganronpa ist ja unter den Japan-Fans eine wahre Perle geworden. Im ersten Teil geht es darum, dass Schüler in der Schule aufwachen, alles abgesperrt ist und niemand entkommen kann und sie gezwungen sind ein Spiel zu spielen: Töte einen Mitschüler ohne entdeckt zu werden und man darf gehen, während alle anderen hingerichtet werden. Der Spieler muss die Morde somit aufdecken und den Täter entlarven um zu überleben.
Hier beweisen die Hersteller ihre ganze Erzählkunst, das Spiel nimmt unerwartete Wendungen und es ist von vorne bis hinten ein Genuss. Der zweite Teil steht dem in nichts nach. Hier ist die Prämisse gleich, nur wachen die Schüler auf einer tropischen Insel auf. Somit hat man einen komplett neuen Cast und eine neue Welt zu entdecken. Storytechnisch sind die beiden Teile aber verbunden. Dieses Jahr ist auch der dritte Teil veröffentlicht worden, den ich jedoch leider noch nicht spielen konnte.

Tomb Raider

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Hach, Tomb Raider… Das Spiel hat mir so gut gefallen! In diesem Spiel von 2013 geht es ja darum, dass Lara Croft mit ihrer Crew Schiffbruch erleidet und sich zur toughen Tomb Raider entwickelt, wie wir sie aus den ursprünglichen Spielen kennen. Mir hat eigentlich alles gefallen – die Spielmechaniken, das Setting, die Story – aber DANN! Ein fetter Grafik-Glitch ganz kurz vor dem Endgegner! Und nichts hat geholfen – Neustart, Update, nichts. Leider war somit mein kompletter Spielstand hinüber. So sehr mir das Spiel auch gefallen hat, so verging mir dann jegliche Motivation das Spiel erneut komplett durchzuspielen, nur um diese letzten 20 Minuten selbst zu erleben. Ich habe mir den Rest auf YouTube angeschaut und auf die zusätzlichen Missionen habe ich keine Lust mehr. Für mich ist das Spiel somit abgehakt. Aber mal ehrlich – wie kann es denn sein, dass es ein Publisher nicht schafft nach 4 Jahren so einen großen Glitch immer noch nicht aus dem Spiel zu entfernen?

Persona 5

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Mein Spielehighlight 2017 – meine ganze Begeisterung zum Spiel habe ich bereits hier im Detail geschrieben. Klare Empfehlung, JRPG-Perle der Extra-Klasse! Wer eine Playstation 4 besitzt und Persona 5 noch keine Chance gegeben hat, sollte das dringend nachholen.

Life is Strange

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Ich bin um den Life is Strange-Hype ziemlich gut drumherum gekommen, als das Spiel erstmalig erschien. Wie es von allen Seiten hochgelobt wurde habe ich natürlich trotzdem mitgekriegt, dementsprechend habe ich mir dann doch sehr viel von dem Spiel erwartet. In Life of Strange geht es um Max Caulfield, die nach 5 Jahren an die Schule ihrer Heimatstadt zurückkehrt. Zusammen mit ihrer Freundin aus Kindheitstagen Chloe versuchen sie das Verschwinden der Mitschülerin Rachel Amber aufzudecken. Das besondere dabei – Max hat die Fähigkeit die Zeit zurückzudrehen, wodurch die Konsequenzen beeinflusst werden. Der Spieler hat dadurch einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Geschichte.
Life of Strange hört sich nicht nur gut an, es ist auch so. Mein Problem war leider, dass ich mir durch die ganzen Lobpreisungen so viel erwartet habe, dass ich dann doch nicht so vom Spiel überzeugt war, wie ich es sein sollte. Das sollte aber niemanden davon abhalten dem Spiel eine Chance zu geben.

Zero Time Dilemma

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Dieses Spiel ist der dritte Teil der Zero Escape-Reihe nach 999: Nine Hours, Nine Persons, Nine Doors und Virtue’s Last Reward. Da es der dritte Teil ist möchte ich auch gar nicht zu viele Infos zur Story selbst verlieren. Das Grundprinzip ist in jedem Teil gleich, nur immer etwas abgewandelt – 9 Leute werden eingesperrt und müssen aus ihrem „Gefängnis“ entkommen. Das Besondere an den Spielen sind die Entscheidungsmöglichkeiten, denn je nachdem wie man sich mit den Charakteren zusammen tut, geht man einen anderen Weg in der Story. Um die Spiele richtig zu beenden, ist man gezwungen alle Handlungsstränge zu spielen. Im ersten Teil muss man das Spiel aus diesem Grund mehrmals spielen, bei Teil 2 und 3 wurde das etwas praktischer gelöst, sodass man zwischen den Alternativen hin und herspringen kann. Die Reihe ist wirklich unglaublich schwer zu beschreiben, aber wer auf eine ausgeklügelte Story und Rätselherausforderungen Lust hat, sollte unbedingt einmal in diese Reihe schauen. Aber Achtung – die Spiele sind nichts für schwache Nerven! Mich hat der dritte Teil ganz wie die Vorgänger unglaublich gepackt, die Wendungen waren überraschend und die Atmosphäre sehr gut gemacht.

Professor Layton und das verwunschene Dorf & Professor Layton und die Schatulle der Pandora

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Manchmal bekomme ich einfach Lust auf ein Spiel zwischendurch, bei dem ich nur ein paar Puzzle lösen muss, das aber trotzdem noch Story hat – genau dann kommt Professor Layton ins Spiel. Einige Teile hatte ich von der Serie bereits gespielt, diese beiden Teile hatten sich bisher nicht in meiner Sammlung befunden. Das musste ich dieses Jahr ändern und habe sie auch gleich beendet. Die Professor Layton-Reihe ist für Puzzle-Fans immer wieder zu empfehlen.

Final Fantasy XII: The Zodiac Age

Persona 5 - CharaktereBildquelle

Ein weiteres Final Fantasy was ich nun abhaken kann. Auch hierzu habe ich erst vor Kurzem hier ausführlicher berichtet, vor allem warum mich das Spiel erneut nicht begeistern konnte.

Hotel Dusk: Room 215

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Kurz vor Ende des Jahres konnte ich noch ein weiteres Spiel beenden, was sich auf meinem Stapel befand. Auch Hotel Dusk ist ein Adventure/Visual Novel, bei dem es um einen ehemaligen Cop geht, der in einem Hotel nach Antworten sucht. Dort lauern viele Geheimnisse, die es gilt aufzudecken. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, weil ich mir nicht mehr sicher war, ob es einen Vorgänger oder Nachfolger gab und der Beginn hat sich so sehr nach einem Nachfolger angefühlt. Dem war im Endeffekt nicht so und nach kurzer Zeit hat mich die Story dann auch gepackt. Mehr dazu folgt noch in einem Extra-Beitrag.

Gerade zu Beginn des Jahres konnte ich noch einige unbeendete Spiele von meiner Sammlung abschließen, im zweiten Halbjahr kam ich dann nicht mehr ganz so gut voran. Besonders in den letzten zwei Monaten habe ich aber wieder so einige neue Spiele bei mir einziehen lassen, daher nehme ich mir für nächstes Jahr mich wieder mehr dem Gaming zu widmen. Mehr dazu werde ich aber morgen in einem Jahresausblick mit meinen Zielen zusammenfassen.

3 comments / Add your comment below

  1. Hotel Dusk: Room 215 hab ich jetzt schon 2x angefangen, dann kam der Alltag, es lag rum, ich hab den Faden verloren und mein Einstieg konnte ich mich nicht mehr an alle Details erinnern … eigentlich schade für das Spiel :/

    Layton ist toll :3
    Hab fast alle Teile in einem Rutsch durch und hänge nur gelegentlich an einem kniffeligen Rätsel, was sich einfach nicht lösen lässt, weil man n Bret vor dem Kopp hat XD

    Bin mal gespannt, wie viele offene Spiele ich 2018 beenden kann. Hab jetzt knapp einen Monat die Switch und es fangen schon so langsam an, sich die Spiel dort zu tummeln & zu vermehren 😛

    1. Das ist echt schade! Du hast im Spiel selbst ein Notizbuch, wo du die Handlung aus den vorherigen Kapiteln nachlesen kannst. Vielleicht hätte das etwas geholfen?

      Mir fehlen tatsächlich noch 3 Spiele der Reihe, das liegt aber auch unter anderem daran, dass ich aktuell keinen deutschen 3DS habe… Aber das Professor Layton vs Phoenix Wright Spiel hatte ich damals auf Japanisch gespielt, das fand ich auch super 🙂 Hast du das auch gespielt?
      Manchmal ist die Lösung echt offensichtlich und man ärgert sich so drüber, dass man es nicht geschafft hat! Ich erinnere mich an ein Mäuse-Rätsel… „x hat sich eine Maus gekauft. Mäuse pflanzen sich so und so fort, wieviele Mäuse hat x in y Jahren?“ und ich bin absolut nicht drauf gekommen, dass eine einzelne Maus sich ja nicht fortpflanzen kann xD Das war schon fast peinlich.

      Das kann ich mir gut vorstellen 😀 Seit knapp einem Monat hört sich sehr danach an, dass du sie dir für Xenoblade Chronisches 2 gekauft hast?

      1. Das mit dem Notizbuch hab ich später dann auch erfahren. Mal schauen, vllt nehm ich es dieses Jahr nochmal in Angriff :3
        vs Phoenix Wright hab ich noch nicht gespielt. Habs aber auf dem Schirm, da ich die ersten Teile von Wright auch sehr gerne gespielt hab. Bei den Rätseln bin ich ganz deiner Meinung, man versteht einfach nicht wieso man falsch liegt und wenn man dann die Lösung hat, greift man sich an den Kopf 😛

        Xenoblade ist nix für mich. Da schaue ich lieber meinem Freund zu, wie er sich durchkämpft 😀
        Bei der Switch war Mario Odysee dabei – bin noch dran *räusper*

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