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[Game Chat] Final Fantasy XII: The Zodiac Age

Nachdem ich Final Fantasy XII bereits vor vielen Jahren auf der Playstation 2 besessen, jedoch einfach nie beendet habe, kann ich es nun nach zwei Monaten Spielzeit endlich abhaken – ich habe es geschafft! Das mag wohl auch daran liegen, dass die Neuauflage mit The Zodiac Age doch die ein oder andere Verbesserung in das Spiel gebracht hat, die mir genügend Motivation gab, es dieses Mal auch wirklich zu beenden. Leider haben die Verbesserungen nicht ausgereicht um mich voll und ganz vom Spiel zu überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte.

Die Story

Die Zukunft von Ivalice steht auf Messers Schneide. Ein Krieg zwischen dem mächtigen Archadianischen Imperium und seinem alten Feind Rozarria scheint unausweichlich.
Inmitten des politischen Chaos träumt der Straßenjunge Vaan aus Dalmasca davon, sein von Feindtruppen besetztes Heimatland zu verlassen und ein sorgloses Leben als Luftpirat führen zu können. Doch um seine eigenen Träume zu verwirklichen, muss er zuerst die eines ganzen Volkes in die Tat umsetzen. (Quelle)

Final Fantasy XII ist auf jeden Fall keins der Lieblinge aus der Final Fantasy-Reihe, da es auch storytechnisch sehr vieles anders macht. Zum einen ist die Geschichte dieses Mal sehr viel politischer als in der Vorgängerteilen. Allein das wird ein Grund sein, warum viele Spieler nicht besonders angetan von der Story waren. Auch ich muss leider von mir sagen, dass mich zu viel Politik in Spielen eher abschreckt und ich dadurch sehr schnell Interesse an ihnen verliere. Das führt leider auch dazu, dass viele der Entscheidungen, die im Spiel getroffen werden, nur sehr schwer nachvollziehbar sind. Auch die Kurzbeschreibung ist etwas irreführend, da der beschriebene Hauptcharakter nicht wirklich als Hauptcharakter auftritt.

AkibaBildquelle

Die Charaktere

Eigentlich ist die Gruppe gut gemacht – man hat die Adlige, die ehemalige Wache, „Straßenkinder“, den Flugschiff-Piloten und eine vom Volk der Viera. Das große Problem dabei ist jedoch, dass sich einige der Charaktere absolut überflüssig anfühlen und, wie oben genannt, selbst der eigentliche Hauptcharakter fast nichts in der Story selbst beiträgt. Es fühlt sich etwas an wie „mitgegangen, mitgefangen“. Auch von der Gruppendynamik bekommt man nicht viel mit – wann genau wachsen die Charaktere als Gruppe zusammen? Wann bilden sich hier die Freundschaften? Davon bekommt man während des Spiels einfach nichts mit, es ist auf einmal einfach da. Dadurch geht mir einfach unglaublich viel an Tiefe verloren, die mir in der vorherigen Teilen so gut gefallen hat.

Die Welt

Aber kommen wir zum großen Pluspunkt des Spiels – die Welt! Bereits zu Beginn könnte man einen großen Teil der Welt bereits bereisen, wenn man nicht von überstarken Monstern sofort getötet werden würde. Alle Abschnitte sind direkt untereinander verbunden und es gibt sogar Höhlen, die viele verschiedene Gegenden unterirdisch miteinander verbinden. Die Welt macht einfach Spaß entdeckt zu werden. Wobei sie mir auch manchmal einfach so groß war, dass ich mich sehr über den Turbomodus gefreut habe.

Die Verbesserungen

Womit wir auch gleich zum nächsten Punkt kommen. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr mir Turbomodus dabei geholfen hat nicht erneut die Motivation an Final Fantasy XII zu verlieren. So schön die Welt auch ist, sie ist einfach so weitläufig, dass es einfach unglaublich lange dauert von A nach B zu kommen. Und da die meisten Gegner auf der Karte mit normalen Angriffen zu besiegen sind, hindert hier einen eigentlich nichts dran diese Funktion in der Welt dauerhaft zu verwenden.

AkibaBildquelle

Außerdem wurde das Zodiac Jobsystem eingebaut, das damals bereits in einer verbesserten Version in Japan erschienen ist. Durch das Jobsystem weist man jedem Charakter zwei beliebige Jobklassen zu, die jedoch danach nicht mehr geändert werden können. Dadurch sollte man sich bereits zu Beginn Gedanken machen, wem man welche Jobkombination zuteilen möchte. Das kann erst einmal etwas überwältigend wirken, da man ohne große Erklärung gleich mit einer endgültigen Entscheidung für das Spiel konfrontiert wird. Daher war ich ganz glücklich, dass es mehr genug Tipps im Internet gab, die einem bei dieser Entscheidung geholfen haben. Hätte es im Spiel selbst mehr Infos über die Stärken und Schwächen der jeweiligen Jobklasse gegeben, hätte ich nicht auf das Internet zurückgreifen müssen. Habe ich nun besondere Vorteile durch das System bekommen? Ehrlich gesagt kann ich das sehr schwer einschätzen, da ich mich in diesem Zusammenhang kaum an die vorherige Version von der Playstation 2 erinnern kann. Ich hatte aber nicht das Gefühl dadurch viel stärker zu sein oder anderweitig Vorteile erlangt zu haben.

Das Kampfsystem

Das Kampfsystem wurde ja sehr an die Systeme aus den gängigen MMORPG angelehnt. Anstatt jede einzelne Attacke auszusuchen, legt man mit Gambits fest, wie sich die Mitstreiter im Kampf verhalten sollen. Und dann läuft der Kampf zum großen Teil automatisch ab. Wenn man aufleveln möchte, dann kann man sich mit dem Turbomodus entspannt zurücklegen und durch die Welt sprinten, während die Charaktere wie von selbst Erfahrungspunkte sammeln. Natürlich geht das nur bei einfachen Gegnern – bei den Endgegnern muss man genauso taktisch vorgehen, wie man es von den Vorgängerteilen gewohnt ist.

Persona 5 - CharaktereBildquelle

Die Mobs

Ein weiterer Aspekt, der an MMORPGs erinnern soll sind sind die Mobs, also Monster-Jagden. Anfangs habe ich diese noch begeistert mitgenommen, nach einer Weile habe ich mich darum gar nicht mehr gekümmert. Das mag daran liegen, dass mir der Aufwand oft doch zu groß war: erst musste man den Mob an einer Pinnwand annehmen, dann den Auftraggeber suchen, sich dann auf die Suche nach dem Monster begeben, es niederstrecken und schlussendlich erneut zum Auftraggeber zurückgehen. Für jeden einzelnen Mob war mir das doch zu aufwendig und bis ich die stärkeren Mobs besiegen konnte waren die Belohnungen für mich auch einfach nicht mehr gut genug. Wer das Spiel jedoch komplettieren möchte kann sich mit den Mobs eine ganze Weile beschäftigen.

Wie ihr seht – auch die Neuauflage hat es nicht geschafft mich komplett zu begeistern. Dafür bin ich jedoch ganz froh dieses Spiel endlich als beendet abhaken zu können. Das Spiel kann sich für mich gar nicht mit den bisherigen Final Fantasy-Teilen messen, aber es hat viel Neues ausprobiert, wofür man auf jeden Fall den Hut ziehen sollte. Nur leider war das nichts für mich. Im Folgenden seht ihr noch einen direkten Vergleich zwischen dem Original und der Neuauflage, bei dem ihr deutlich den graphischen Unterschied zwischen den beiden Versionen sehen könnt.

Meine Wertung

Erhältlich: Thalia* | Amazon

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